Neujahrsgruß
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Mitchristen!
die besten Wünsche und herzliche Grüße überbringe ich im Namen der Evang. Matthäusgemeinde Baden-Baden hier im schönen Rebland.
Ein neues Jahr ist angefangen.
Die meisten von uns haben es mit wachen Sinnen, vielleicht mit etwas angeheiterten Sinnen begrüßt. „Lass es ein Jahr der Gnade werden.“ Wir wollen Gott das Seine dazu sagen und tun lassen, damit es ein gnadenreiches, ein friedens- und hoffnungsvolles Jahr 2012 werde.
Ich danke im Namen des Ältestenkreises für die offene, unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Kommune und der kath. Schwesterkirche! Und hoffe auf weiteres gutes Miteinander, vielleicht setzen wir im Blick auf gelebte Ökumene noch einen drauf! Kommen uns noch näher. Jeder mit seinem eigenen Profil.
Rückblickend auf 2011 nenne ich dankbar den 50. Geburtstag der Matthäuskirche in Steinbach. Ein Fest der Begegnung über viele Grenzen hinweg. Froh und optimistisch sind wir, dass die Diakonenstelle wieder besetzt ist. Diakonin Miriam Ade hat schwerpunktmäßig das Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen übernommen; ist hier in Steinbach in der Grundschule im Einsatz.
Ein neues Jahr ist angefangen.
Gott hat es uns gegeben. Das steckt in der frommen Bezeichnung anno Domini. Wir leben auch 2012 „im Jahr des Herrn“. Es ist seine Zeit, die uns zuteil wird. Sie trägt bei allem, was uns widerfährt, sein Gepräge. Mit der Zukunft kommt immer Gott auf uns zu.
Es geht weiter – ER geht weiter mit uns.
„Die Zukunft ist sein Land“ heißt es in einem Choral. Das Neuland, das wir betreten, das neue Jahr ist Gottes Zeit. Nicht umsonst kommt Gott zur Welt im „Morgen-Land“. Das Neuland, das uns als Jahr des Herrn zugeteilt ist, dürfen wir als Christenmenschen gestalten. Was das im Einzelnen bedeutet, wo wir als Christen und Gemeinde einprägsam leben sollen für unsere Umgebung, das wird sich weisen. Manche Themen kennen wir aus dem alten Jahr. Anderes, Neues wird uns herausfordern, weder rechts noch links abzuweichen von Gottes Gebot zur Liebe, zum Leben, zur Hoffnung. Was durchaus öffentliches Engagement bedeuten kann.
Gott geht mit. ER geht weiter mit uns.
Das macht etwas mit uns, das macht etwas aus uns.
Es macht uns fest und stark.
Es richtet uns auf.
Der aufrechte Gang ist der gesunde, ist der humane Gang.
Gott geht mit uns, und wir können dem, was alles auf uns zukommt, aufrecht ins Auge blicken.
Es fehlt nur noch der aufmunternde kleine Schubs: und jetzt, auf geht’s!
Vertrautes endet, Unbekanntes fängt an – und jetzt, auf!
Was das neue Jahr auch bringen wird, Beschwerendes, Erleichterndes, Enttäuschendes, Befriedigendes:
Gott geht weiter mit uns, und darum geht es weiter, durch das Leben, selbst durch den Tod.
Und jetzt, auf! Oder wie es unsre Nachbarn im Elsass gern sagen: Allez hopp!
In diesem Sinne: Euch allen ein gutes und gesegnetes anno Domini 2012!
Aus dem Pfarramt der Matthäusgemeinde grüßen
und wünschen ein gutes, gesegnetes Neues Jahr
Jürgen Knöbl, Pfarrer
Miriam Ade, Diakonin
Monika Müller, Sekretärin

