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Pfarrer                                 Diakonin

Jürgen Knöbl                         Miriam Ade


(ANSPRACHE-aktuell 8. November 2016)

Der einst weltberühmte Clown Oleg Popow ist gestorben. Er zeigte – wie „Hans im Glück“ – die Kunst des Überlebens. Clowns sind ein Zwinkern des Himmels.

Das Leichte im Schweren

1.

Das Leben ist eine Frage des Überlebens. Niemand wusste das besser als Oleg Popow, lange Zeit der berühmteste Clown der Welt. In der vergangenen Woche ist er friedlich gestorben, mit 86 Jahren, in seiner Heimat Russland. Seit den Neunzigerjahren lebte er in Franken. Mit seiner zweiten Frau, einer Deutschen. Zu Gastspielen fuhr er erst in den letzten beiden Jahren wieder nach Russland.

Das Leben ist eine Frage des Überlebens. Und Popow, der Clown, zeigte seine Überlebenskunst. Ihm genügte es, den Sonnenschein einzufangen, bis seine Handtasche leuchtete. Wenn er an der Turnstange nicht in die Höhe kam, legte er die Stange flach auf den Boden und spazierte darauf herum. Wenn ihm ein Glück versagt blieb, erklärte er das zu seinem Glück, was er hatte. Er spielte den dumm erscheinenden Bauernjungen, der sich am Ende als Lebenskünstler herausstellt. Im Deutschen ist das der „Hans im Glück“. Er hat nichts mehr von seinem Lohn, ist aber vollkommen glücklich und dankt Gott.

2.

Das Leben ist anstrengend. Leicht erscheint es nur, wenn man nicht darüber nachdenkt. Nachdenkliche finden vieles im Leben als Last. Entweder als eine Last, die sie selber zu tragen haben; oder sie fühlen und erkennen Lasten, die andere tragen müssen. Oft ist im Leben der Mitmenschen viel mehr Last, als sie nach außen zu erkennen geben. Viele tragen vieles im Stillen. Und kommen damit zurecht.

Wie geht das?

3.

Am besten geht das, zeigt der Clown, indem man sich bemüht, darüberzustehen. Wenn das nicht geht, tut man wenigstens so. Nur ein paar Augenblicke. Man weiß um all das Schwere und die Lasten und erklärt es für nicht so schwer, für tragbar. Oder man lacht sich mal leichter, was schwer ist. Überleben ist Darüberstehen. Das gelingt mit der Gewissheit des Himmels. Was wir zu tragen haben, tragen wir nie alleine. Damit beginnt das Darüberstehen. Jeder Clown hat einen „Assistenten“, der ihm beim Gelingen ein wenig zur Hand geht. Wir haben den Himmel, der das Leichte im Schweren ist. Wir müssen ihn nur wollen.

Wenn Jesus das Leben schwer wurde, wenn er das Leid anderer mitlitt oder Gott nicht verstand, wusste er um Hilfe. Er seufzte dem Vater im Himmel sein Leid. Und hoffte auf ein Zwinkern des Himmels. Das kommt und sagt: Du kannst es, das Darüberstehen. Du hast und findest, was dir hilft, darüberzustehen. Wenigstens ein bisschen. Du weißt um das Lachen, das ein oder zwei Momente hilft. Vielleicht auch länger. Der Himmel ist dein Freund. Er sendet Menschen, die mittragen. Er wird dir lohnen, nie bitter geworden zu sein, eine gewisse Lässigkeit zu behalten und das Vertrauen auf Gott nicht zu opfern.

Liebe bleibt bei denen, die sich bemühen zu lieben. Unter allen Umständen. Niemals gehst du verloren in der Welt, weil du um das Zwinkern des Himmels weißt (EG 369,7): … und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu.

Michael Becker

mbecker@buhv.de




Aus dem Pfarramt der Matthäusgemeinde grüßen herzlich

Pfarrer Jürgen Knöbl                                 Diakonin Miriam Ade                        Sekretärin Monika Müller