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Pfarrer                                             Diakonin

Jürgen Knöbl                                    Miriam Ade


Die Kraft der einen Welt


1.

Wenn ein Kind weint, steht die Welt still. Sie sollte es jedenfalls; wenigstens mal ganz kurz. Da ist ein Bild, auf dem ein Junge weint. Er ist vielleicht zehn Jahre alt und steht irgendwo. Im Krieg. In Syrien oder dem Irak, vielleicht auch in Nordafrika. Das Bild zeigt sein Land nicht. Dafür sind um ihn herum Trümmer, Gewehre, manchmal Bomben. Kein Wunder, dass er weinen muss, manchmal.

Trotzdem will er aber tapfer sein. Und das auch der Welt zeigen. Darum hat er sich aus Plastiktüten etwas gebastelt, was er dringend braucht. Ein Trikot, wie Fußballer es tragen. Sein Lieblingsspieler heißt Lionel Messi aus Argentinien. Also bastelt er ein argentinisches Trikot aus hellblauen und weißen Streifen. Er macht es aus Plastiktüten. An den Schultern, wo seine Plastikstreifen nicht mehr lang genug sind, macht er rechts und links je einen Knoten. Den Namen Messi und die Trikotnummer 10 des Spielers schreibt er mit der Hand hinten aufs Trikot (n.tv 22.01.2016). Ein Bild des Jammers; ein Bild der Tapferkeit. Im Internet sehen alle das Bild des Kindes. Und die Welt steht still.

2.

Aber sie schweigt nicht. Viele wollen helfen. Wenn ein Kind so traurig ist und doch so tapfer bleiben will, muss man handeln. Und wie. Man schreibt sich weltweit hin und her, teilt das Bild und die Trauer des Kindes miteinander und sagt: Lasst uns dafür sorgen, dass der Junge ein echtes Trikot bekommt. Von „seinem“ Messi, vom besten Fußballer der Welt, seinem Lieblingsspieler – seiner Hoffnung auf eine Welt, in der man leben kann. Lasst uns helfen. So viel Tapferkeit muss belohnt werden. Wir sind doch eine Welt.

3.

Das ist sie – die Kraft der einen Welt. So hat Gott sich das vorgestellt. So hat sich Gott seine Welt und seine Menschen gedacht – als Ebenbilder seiner Art zu lieben. Und wie Tränen die Welt anhalten könnten. Nur ganz kurz, für einen winzigen Augenblick. Wir können den Krieg nicht ändern; wir können Bomben nicht aufhalten und Tränen oft auch nicht. Aber eins können wir: Hinsehen. Die Tränen sehen. Und wenn es nur ein Kind ist, dem so elend ist und das doch tapfer bleiben will. Dann sammelt die Internetgemeinde für ein paar Momente alle ihre Kräfte und verschafft dem Jungen ein Trikot. Vom Weltfußballer. Fantastisch ist das. Und rührend.

Welche Kräfte wir haben, wir kleinen Menschen. Kräfte fürs Unheil. Und solche fürs Heil. Was für ein Segen können Menschen sein. Wenn sie nur einen Augenblick still stehen, sich vergessen und ein paar Tränen trocknen.

Michael Becker
mbecker@buhv.de

Aus dem Pfarramt der Matthäusgemeinde grüßen herzlich

Pfarrer Jürgen Knöbl                                 Diakonin Miriam Ade                        Sekretärin Monika Müller