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Pfarrer                                 Diakonin

Jürgen Knöbl                         Miriam Schönle


Was den Mensch zum Menschen macht

1.

Was macht den Mensch zum Menschen? Diese so einfache wie theologische und philosophische Frage wird jetzt in einer Studie der Boston University beantwortet. Das Hirnforschungsinstitut der Universität Boston nennt die Fähigkeit, ohne die unser Miteinander in einer modernen Gesellschaft nicht möglich wäre: das Vermögen, sich in andere hineinzuversetzen, die Gemütslage anderer zu erkennen und womöglich zu verstehen.

Erst mit dem Erwachen dieses Sinnes werde der Mensch zu einem sozialen Wesen. Die Forscher nennen das „Theory auf Mind“; die Annahme, Gefühle und Meinungen bei anderen zu erkennen und mit eigenen zu vergleichen. Diese Fähigkeit sei Menschen eigen und entwickle sich etwa ab dem dritten oder vierten Lebensjahr, wie Tests mit Kindern ergeben hätten.

2.

Menschen sind die, die mit anderen empfinden, der anderen Gemüt erkennt. Obwohl man manchmal einen anderen Eindruck bekommt im Miteinander von Menschen. Es wird ja sehr viel von sich erzählt; es werden eigene Probleme umfassend dargestellt; es wird, oft eher rücksichtslos, das eigene Gewinnen gesucht und betrieben. Jedenfalls kann man diesen Eindruck gewinnen.

Zugleich hören oder lesen wir aber auch von großer Selbstlosigkeit. Menschen lassen Eigenes stehen und liegen, um helfen zu können; Menschen opfern Zeit und Geld, um anderen zu Diensten zu sein; viele kümmern sich um andere in einer Weise, die höchste Bewunderung verdient. Auch in den letzten Tagen und Stunden Jesu erleben wir beides: Menschen, die sich von Jesus absetzen und rechtzeitig in Sicherheit bringen – und einige Menschen, die das Leiden Jesu aushalten, auch wenn sie daran nichts ändern können.

3.

Das Mitempfinden, das mich Hineinversetzen in andere macht mich zum Menschen – eine wichtige Erkenntnis für die Karwoche. Anders gesagt: Was ich an Zeit oder Gefühlen hingebe, stärkt mich für mich selbst, für mich als Menschen. Meine Hinwendung zu anderen, meine Opfer sind nie vergeblich; sie stärken mich, indem sie mich zu einem immer empfindsameren Menschen machen.

Darum ist es wichtig, die Karwoche nicht zu übersehen und nicht zu einer zu frühen „Osterwoche“ zu machen. Die Schmerzen der anderen sollten wir wahrnehmen. Aber nicht, um uns zu bedrücken oder die frühlingshaft-gute Laune zu nehmen, sondern um uns für uns selbst zu stärken, menschlicher zu machen. Nichts ist vergeblich, was ich für andere hingebe: kein Gedanke, keine Stunde Mitleiden, kein geopfertes Geld. Alles kommt auf andere Weise zu mir zurück: ich erkenne mich so als empfindsames Wesen im Reich Gottes.

Meine Sinne verkümmern, wenn sie sich nur um sich kümmern.

Meine Sinne, die sie sich um andere kümmern, lässt Gott erblühen.

Michael Becker

mbecker@buhv.de


Aus dem Pfarramt der Matthäusgemeinde grüßen herzlich

Pfarrer Jürgen Knöbl         Diakonin Miriam Schönle         Sekretärin Christine Maier